12.3 C
Winterberg
Montag, 27 Mai, 2024

AKTUELLES

Abschlussveranstaltung Gesundheitstage

Am Freitag, den 26.4.24, fand die letzte Veranstaltung der Gesundheitstage in Winterberg statt. Thema war die medizinische und medikamentöse Versorgung in der Stadt, ambulant und stationär, aktuell und in Zukunft. Für die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, verantwortlich für die flächendeckende und wohnortnahe Sicherstellung der ambulanten Versorgung, sprach Ansgar von der Osten, Leiter des Geschäftsbereichs Sicherstellungspolitik. Er zeigte auf, wie die KV in Kenntnis der Einwohnerzahl und -struktur durch Zulassungen oder Sperrungen die Anzahl der niedergelassenen Ärzte reguliert. Da die Städte Winterberg, Hallenberg und Medebach zusammen betrachtet werden, kann es bei den Hausärzten innerhalb der drei Städte allerdings zu Verschiebungen kommen. Bei den Fachärzten wird immer der gesamte Kreis berechnet. Die Perspektive der Stadt veranschaulichte Bürgermeister Michael Beckmann. Aktuell sei man sowohl im haus- als auch im fachärztlichen Sektor in Winterberg gut aufgestellt, nicht zuletzt auch im Vergleich zu den Nachbarkommunen. Der ärztliche Direktor des Franziskus-Hospitals, Dr. Jacek Jablonka. sparte nicht mit Kritik an den Vorgaben und Plänen der Gesundheitsminister. Das Gebot der Wirtschaftlichkeit ständig im Auge zu haben und gleichzeitig eine moderne bürgernahe stationäre Grundversorgung aufrechtzuerhalten, sei nicht einfach. Dennoch könne man optimistisch die weiteren Entwicklungen am Winterberger Krankenhaus abwarten. Jürgen Schäfer, Apothekensprecher und Inhaber der Franziskus-Apotheke bedauert das deutschlandweite Apothekensterben, insbesondere auf dem Land. Für Winterberg seien zwei Apotheken zu wenig. Im Gegensatz zu den Online-Apotheken fühle man sich zu Beratungen verpflichtet und verstehe sich auch als „soziales Kaufhaus“. Die dauernd steigenden Kosten für Personal und Energie seien heutzutage kaum zu erwirtschaften und schreckten junge Apotheker vor einer Übernahme ab.

Förderung des medizinischen Nachwuchses, verstärktes Verzahnen ambulanter und stationärer Behandlung, Ausbau der Digitalisierung und der Telemedizin seien unverzichtbar, um die aktuell relativ gute medizinische Versorgung in der Stadt weiter zu gewährleisten, fasste Ansgar von der Osten abschließend zusammen. Allerdings müsse man als Bürger und Patient auch sein eigenes Anspruchsdenken an die Gegebenheiten anpassen. Eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung bleibe in Zukunft wohl echten Notfällen vorbehalten. Das Publikum dankte mit Interesse, zeigte sich aber auch enttäuscht über die ziemlich plötzliche Abwicklung der Kurzzeitpflege am Krankenhaus. Durch die Veranstaltung führte Dr. Norbert Möllers, früher selbst niedergelassener Hausarzt und jetzt Sprecher des Arbeitskreises Gesundheit und Prävention im Seniorenbeirat der Stadt Winterberg

AKTUELLES

- Anzeige -

spot_imgspot_img

VERANSTALTUNGEN

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner