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Dienstag, 28 Mai, 2024

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Bürgerforum Kirmesplatz: 200 Interessierte bringen ihre Ideen ein

Vorschläge gehen in den weiteren Prozess ein | Büro plan-lokal erarbeitet nun bis zu drei Entwicklungsszenarien | Ergebnisse werden in Perspektivenwerkstatt vorgestellt und weiter mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert

Wie soll der Winterberger Kirmesplatz zukünftig genutzt werden? Bleibt alles so, wie es ist, oder gibt es alternative Nutzungs-Optionen? Diesen und ähnlichen Fragen stellten sich rund 200 Interessierte zusammen mit Bürgermeister Michael Beckmann und der Lokalpolitik beim Auftakt zur Bürgerbeteiligung Kirmesplatz mit einem Bürgerforum am 06. März 2024. Moderiert wurde der Abend durch das Büro plan-lokal aus Dortmund, das den Prozess insgesamt begleitet. "Das Auftaktforum war der Startschuss für den breit aufgestellten Bürgerbeteiligungsprozess, indem wir ergebnissoffen von den Bürgerinnen und Bürgern erfahren möchten, ob und wie sich der Kirmesplatz weiterentwickeln soll. Die Fläche ist Teil der Geschichte und der Tradition von Winterberg und so hängen auch viele Erinnerungen von den Winterbergerinnen und Winterbergern an dieser Fläche", so Bürgermeister Michael Beckmann. Schon seit über 12 Jahren mache sich die Politik, die Verwaltung und auch die Bevölkerung immer wieder Gedanken um die Zukunft des Kirmesplatzes. Mit der Auftaktveranstaltung wird nun ein klares und zielführendes Verfahren umgesetzt, in dem insbesondere die intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ein zentrales Element ist. "Ich habe versprochen, die Bürgerinnen und Bürger bei dieser Frage frühzeitig einzubinden. Nutzen Sie jetzt und in den nächsten Wochen die Chance, sich einzubringen. Wir freuen uns auf Ihre Ideen," so Bürgermeister Michael Beckmann.

Ein Prozess mit Anlauf

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hat die Stadt Winterberg in 2018 ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept erarbeitet, welches als eine Art Leitfaden eine gesamtstädtische Entwicklungsstrategie beschreibt. Im Rahmen der damaligen Erarbeitung kam auch der Vorschlag aus der Winterberger Bürgerschaft, sich nach dem Abriss der ehemaligen Stadthalle Gedanken über die künftige Nutzung des Kirmesplatzes zu machen. "Wir haben damals in der gesamten Stadt fünf Workshops durchgeführt und an die Veranstaltung hier im Schießstand kann ich mich noch gut erinnern," so Bürgermeister Beckmann. Der Rat der Stadt hat 2018 die erarbeiteten Projekte, wie zum Beispiel die realisierte Umgestaltung des Hauses des Gastes in Altastenberg oder des Kurparks in Winterbergs, die bis zum Jahr 2024 über Städtebaufördermittel angegangen werden sollten, zeitlich festgelegt. Danach war für das Jahr 2023 vorgesehen, dass für den Kirmesplatz ein Nutzungskonzept im Rahmen eines ergebnisoffenen Bürgerbeteiligungsprozesses erarbeiten werden soll. Die Erarbeitung des Konzeptes wird vom Land NRW über Städtebaufördermittel unterstützt.

Bis zu drei Entwicklungsszenarien für den Kirmesplatz sollen entwickelt werden

Nach der Einführung durch Bürgermeister Beckmann stellte das beauftragte Büro plan-lokal die Schritte des Beteiligungsprozesses vor. "Wir bringen den fachlichen Blick von außen in diesen Prozess ein. Mindestens ebenso wichtig ist allerdings die örtliche Expertise der Winterbergerinnen und Winterberger, die wir über Gespräche und Veranstaltungen wie diese einbinden möchten", so Olaf Kasper vom Büro plan-lokal. In den vergangenen 14 Tagen hat Plan-Lokal bereits erste Gespräche mit Institutionen geführt, die in unmittelbarer Nähe des Kirmesplatzes ansässig sind. In diesen Gesprächen haben die Wehrleitung der Freiwilligen Feuerwehr Winterberg, die Kindergärten und Schulen, die Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland, das Krankenhaus, die Ärztinnen und Ärzte sowie die Apotheken der Kernstadt ihre Nutzungsbedarfe und Entwicklungsideen mitgeteilt, die ebenfalls in den weiteren Prozess einfließen. Diese hat Plan-Lokal zum Schluss des Bürgerforums kurz vorgestellt.

Die Aufgabe des Büros ist es nun, bis zu drei Entwicklungsszenarien aus den Ideen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Vertreter der anliegenden Einrichtungen zu entwickeln. Diese werden den Bürgerinnen und Bürgern dann vor den Sommerferien in einer Perspektivenwerkstatt vorgestellt. Im Rahmen dieser Perspektivenwerkstatt besteht erneut für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich mit Ideen und Anregungen einzubringen. "Da wir Bürgerbeteiligung leben, haben wir extra für diesen Prozess die E-Mail-Adresse zukunftkirmesplatz@winterberg.de

eingerichtet. So bekommen bis zum 10.04.24 auch diejenigen die Möglichkeit, die nicht am Bürgerforum teilnehmen konnten, uns ihre Ideen, Wünsche und Anregungen mitzuteilen", so Michael Beckmann. Nach der Perspektivenwerkstatt ist eine weitere Online-Beteiligung geplant.

Ideen sammeln an Kreativ-Ständen und im Denkarium

Apropos Bürgerbeteiligung! Die ging beim Auftaktforum nach der Vorstellung des Prozesses direkt gemeinsam los. An Kreativständen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Nutzungsideen, Wünsche, Anregungen und Hinweise einzubringen. Im sogenannten Denkarium ging es darüber hinaus darum, ein Meinungsbild zu verschiedenen Fragestellungen und Themen über eine Punkte-Skala zu erhalten. Im Anschluss daran wurden die Ergebnisse der beiden Arbeitsstationen allen Anwesenden vorgestellt. So ergab die Punkte-Skala im Denkarium, dass sich die Mehrheit der 200 Anwesenden wünscht, dass auch zukünftig auf dem Kirmesplatz Freiraum für Veranstaltungen wie z.B. die Kirmes bleibt und weiterhin Parkflächen zur Verfügung stehen. Eine Randbebauung oder eine Bebauung auf der Fläche der ehemaligen Stadthalle sei ebenfalls denkbar. Es gab einige Befürworter für den Vorschlag, die Kirmes teilweise in anliegende Straßen auszuweiten. Einzelne Teilnehmer sprachen sich auch dafür aus, die Kirmes insgesamt zu verlegen. Den Teilnehmenden war es wichtig, dass die Fläche einen Mehrwert für die Winterberger gibt und unabhängig von der Bebauung attraktiver gestaltet wird.

Die Kreativstände waren zudem voll mit Ideen, Wünschen und Vorstellungen der 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diese werden nun im Nachgang ausgewertet. Das Büro plan-lokal gab zum Abschluss des Auftaktforums einen ersten Überblick über die angepinnten Ideen. So ist den Winterbergerinnen und Winterbergern der Wunsch nach Räumen für Vereine und Jugendliche wichtig. Ferner wurde der Wunsch geäußert, mögliche Erweiterungen der Feuerwehr zu berücksichtigen. Thema war zudem bezahlbarer Wohnraum für Senioren.

Positive Resonanz aus den Reihen der Teilnehmenden

"Gefragt zu werden und die Möglichkeit, Ideen zu äußern, ist top. Ich bin gespannt auf die Online-Phase, vielleicht fällt einem ja noch etwas ein", so Christoph Hast, ein Teilnehmer des Bürgerforums. Und Claudia Bröker, die ebenfalls teilgenommen hat, meint: "Gut, dass ihr so ein Verfahren gewählt habt und die Menschen so mitnehmt bei dieser wichtigen Entscheidung".

Die Vorschläge und Ideen werden nun in den Prozess einließen. Sie werden dann ergebnisoffen mit den Winterberger Ratsmitgliedern in einem Werkstattgespräch sowie mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Perspektivenwerkstatt vor den Sommerferien und im Rahmen einer weiteren Online-Beteiligung diskutiert werden. Die Ergebnisse werden dann dem Rat im Herbst für eine richtungsweisende Entscheidung vorgelegt.

"Bringen Sie sich aktiv in den Prozess ein, gestalten Sie mit! Nutzen Sie die Online-Möglichkeit und die weiteren Veranstaltungen. Sprechen Sie mich auch gern direkt an, ich freue mich auf Ihre Ideen zur Weiterentwicklung unserer Stadt", so Bürgermeister Michael Beckmann.

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