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Winterberg
Dienstag, 28 Mai, 2024

AKTUELLES

Der Seniorenbeirat der Stadt Winterberg informiert

Zum Thema: EU-Plan – Fahrtauglichkeits-Checks ab 70 Jahren

Mobilität gilt als eine wesentliche Voraussetzung für die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben. Nicht mehr Auto fahren zu können, bringt für viele ältere Menschen erhebliche Einschränkungen mit sich und führt nicht selten zu einem Verlust der Selbstständigkeit. "Besonders Menschen, die im ländlichen Raum wohnen, sind aufgrund des ungenügenden öffentlichen Personennahverkehrs auf das Auto angewiesen", betont der Vorsitzende vom Seniorenbeirat.

Die Europäische Union (EU) erarbeitet zurzeit eine neue Führerscheinrichlinie mit einigen neuen Regelungen (u.a. Befristungen von Führerscheinen oder ein EU-weit gültiger digitaler Führerschein). Das zentrale Anliegen: Eine deutliche Reduzierung der Unfallzahlen und die Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit. Im Gespräch ist aber auch ein Vorschlag der EU-Kommission, dass Menschen über 70 Jahre künftig alle fünf Jahre den Führerschein verlängern lassen müssen. Ob und in welcher Form mit der neuen Führerscheinregelung verbindliche Verkehrstauglichkeitsprüfungen für Seniorinnen und Senioren eingeführt werden, bleibt den EU-Mitgliedstatten überlassen. Wie aber ein Fahrtauglichkeitstest ab dem 70. Lebensjahr aussehen könnte, ist in Deutschland noch völlig unklar.

Walter Hoffmann hat zu der geplanten Überprüfung der Fahreignung folgende Meinung: Veränderungen des Sehvermögens, der körperlichen Beweglichkeit, der Reaktionsfähigkeit und der Fahrpraxis, die im höheren Alter zu Risikofaktoren werden können, sollten durch Ärztinnen und Ärzte überprüft werden. Ich bin gegen verpflichtende Gesundheits-Checks, aber für anlassbezogene Tets. Bei Erkrankungen müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Fahreignung sicherzustellen. Ich bin außerdem für freiwillige Trainings zur Überprüfung der Fahrkompetenz, die gefördert und im Rahmen einer Kampagne beworben werden. Grundsätzlich sollten alle Überlegungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit älterer Menschen darauf abzielen, ihre Mobilität zu fördern, anstatt sie einzuschränken. Ziel muss sein, die sicherer Verkehrsteilnahme der Älteren aufrecht zu erhalten.

So geht es weiter: Über seine endgültige Position stimmt das EU-Parlament voraussichtlich im Februar ab, wobei auch noch Änderungen von EU-Abgeordneten (Parteien) eingebracht werden können.

Die Unfallstatistik zeigt übrigens nach Informationen vom TÜV: Ältere Autofahrer sind zwar seltener als der Durchschnitt der Bevölkerung in Unfälle verwickelt. Ist das aber der Fall, sind sie überdurchschnittlich häufig die Hauptverursacher: Bei den über 65-jährigen ist das bei gut zwei Drittel der Unfälle der Fall (68 Prozent) und bei den über 75-jährigen sogar bei 76 Prozent der Unfälle.

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